Dattel-Laddus aus ayurvedischer Sicht
Süß, aber ausgewogen
Im Ayurveda gilt der süße Geschmack, Madhura, als nährend und aufbauend. Er beruhigt Vata und Pitta und schenkt Stabilität – genau das, was wir in der kalten, unruhigen Vata-Zeit brauchen. Datteln gelten als besonders nährende, natürliche Süße.
Nahrung für Ojas
Datteln, Mandeln und Ghee zählen im Ayurveda zu den klassischen Zutaten, die Ojas nähren, unsere innere Kraft und Widerstandsfähigkeit. Nicht ohne Grund werden sie traditionell in der kalten Jahreszeit und zu Festen gereicht.
Ghee als Träger
Du kannst anstelle von Butter auch Ghee im Rezept verwenden. Ghee macht die Laddus nicht nur geschmeidig, es gilt auch als idealer Träger für die Gewürze und hilft dem Körper, ihre Aromen aufzunehmen. Es gleicht Vata und Pitta aus.
Gewürze für ein starkes Agni
Süßes und Nüsse sind eher schwer. Kardamom, Zimt und Ingwer machen die Laddus leichter bekömmlich und unterstützen das Verdauungsfeuer, Agni. Kardamom gilt außerdem als das Gewürz, das Süßes harmonisiert. Du kannst die Gewürze nach Deinem Geschmack und Konstitution verwenden.
Die richtige Zeit
Genieße die Laddus am besten am Nachmittag zu einer Tasse Tee oder Goldener Milch, nicht direkt nach einer großen Mahlzeit. Ein bis zwei Stück sind genug – Süßes wirkt im Ayurveda am wohltuendsten in Maßen.
Passend zu Deinem Dosha
- Vata: ideal, gern mit einem Extra-Löffel Ghee und Walnüssen.
- Pitta: gut geeignet. Etwas weniger Ingwer, dafür mehr Kokos und Kardamom.
- Kapha: lieber kleinere Kugeln und seltener. Mehr Ingwer und Zimt, und statt der Hälfte der Nüsse geröstete Kürbis- oder Sonnenblumenkerne.
Gut zu wissen
Datteln enthalten viel natürlichen Fruchtzucker. Wenn Du auf Deinen Blutzucker achten musst, genieße die Laddus bewusst und in kleinen Mengen.
Ein kleines Ritual zum Teilen
Lege ein paar Laddus in eine schöne Schale oder ein Glas, binde ein Band darum und schenke sie einem Menschen, der Dir nahesteht – ganz im Sinne von Bhai Dooj und St. Martin: Licht und Süße werden mehr, wenn wir sie teilen.

Dattel-Laddu
Dattel Laddu mit natürlicher Süße ohne Zucker
Zutaten
- 150 g Kichererbsenmehl Besan
- 120 g Butter
- 150 g Datten entsteint
- 2 EL Mandeln gemahlen
- 1/2 TL Zimt oder Kardamom
- 1 Prise Steinsalz
- 2 EL Einweichwasser von den Datteln falls die Masse beim Formen zu trocken ist
- 2 EL Kokosraspel oder Kakaopulver um die Laddu darin zu rollen
Zubereitung
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Dattelpaste herstellen: Die Datteln (wenn sie etwas fester sind), 10 Min. in heißem Wasser einweichen und gut abtropfen lassen – fange das Abtropfwasser auf, Du benötigst es vielleicht später für die Masse.
Anschließend im Mixer zu einer möglichst feinen, klebrigen Paste pürieren
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Kichererbsenmehl rösten: Die Butter in einer Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen. Das Kichererbsenmehl hinzugeben und unter gänzlich ununterebrochenenm Rühren ca. 12 – 15 Minuten anrösten. Das Mehl verändert seine Farbe zu einem satten Goldbaun und verliert den rohen, erbsigen Geschmack. Sobald es intensiv nussig duftet, die Pfanne sofort vom Herd nehmen.
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Die gemahlenen Mandeln, das Zimtpulver (oder Kardamom gemahlen) und die Prise Salz direkt in das heiße Mehl in der Pfanne rühren.
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Danach die Dattelpaste dazugeben. Alles mit einem stabilen Kochlöffel gründlich vermengen, bis eine homogene Masse entsteht.
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Lass die Masse kurz abkühlen, bis du sie schmerzfrei mit den Händen anfassen kannst. Drücke den Teig zusammen. Sollte die Masse zu krümelig sein, knete tröpfchenweise 1 – 2 EL Dattelwaser unter, bis der Teig formbar wird.
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Forme aus dem noch lauwarmen Teig feste, mundgerechte Kugeln (Laddus). Rolle diese nach belieben im Kakaopulver oder Kokosraspel. Nach dem vollständigen Abkühlen werden sie fest und behalten Ihre Form.
Rezept Anmerkungen
Die Laddus halten sich in einer gut verschlossenen Dose im Kühlschrank etwa eine Woche.
