Ghee (Butterreinfett)
Warum dieses Ayurveda Rezept so besonders ist
Dieses Rezept ist ideal für dich, wenn du:
- dein Verdauungsfeuer (Agni) stärken und die Darmschleimhäute nähren möchtest
- die Wirkung deiner Gewürze und Kräuter beim Kochen gezielt verstärken willst
- eine laktosefreie, hochwertige Alternative zu Butter und industriellen Ölen suchst
- Ayurveda als ganzheitliches Ernährungssystem in deinen Alltag integrieren möchtest
Die Charaka Samhita, das klassische Grundlagenwerk des Ayurveda, beschreibt Ghee als Medhya – ein Stoff, der Intellekt, Gedächtnis und geistige Klarheit fördert und die feinstoffliche Lebenskraft (Ojas) stärkt.
Ayurvedisches Rezept und Anleitung für die Zubereitung
In unserem Blog findest du weitere Informationen in einem Beitrag zu diesem Thema.

Ghee richtig und einfach zubereiten.
Ghee richtig und einfach zubereiten. Ghee ist DAS Koch- und Bratfett zum ayurvedischen Kochen.
Zutaten
- 500 g Bio-Sauerrahmbutter Biologisch
Zubereitung
-
Die Butter bei kleiner bis mittlerer Hitze in einem Topf erwärmen bis kleine Schaumbläschen an die Oberfläche steigen.

-
Bei niedriger Hitze sanft weiterköcheln lassen und ggf. den aufsteigenden Schaum abschöpfen.

-
Nach ca. 45 Minuten ist das Ghee goldfarben und so klar, so dass man neben Proteinrückständen den Topfboden deutlich sehen kann.
-
Das Ghee jetzt durch ein feines, mit Küchentuch ausgelegtes Sieb in ein Glas- oder Keramikgefäß filtern.

-
Bei Zimmertemperatur aufbewahren.

Rezept Video
Rezept Anmerkungen
Ghee enthält fettlösliche Vitamine (A, D, E, K) und konjugierte Linolsäure (CLA). Da es frei von Milcheiweiß und Laktose ist, gilt es im Ayurveda als besonders rein, Agni-stärkend und Ojas-aufbauend.
Ghee bedeutet Butterreinfett - es ist nicht zu verwechseln mit Butterschmalz. Durch einen langsamen längeren Kochprozeß wird das in der Butter enthaltene Wasser verdampft und Milcheiweiß und Milchzucker durch das Absieben durch ein Tuch entfernt.
Mehr dazu in diesem Blogartikel.
Weitere Rezepte erhalten Sie auch in unserem Newsletter.
Praktischer Tipp
Gib dem Ghee wirklich Zeit – und beobachte die drei Phasen. Viele machen Ghee zu heiß und zu schnell. Das Ziel ist ein langsames, ruhiges Köcheln bei niedriger Hitze.
In Phase 1 schäumt die Butter stark (Wasser verdampft). In Phase 2 wird die Flüssigkeit klar. In Phase 3 setzen sich weiße Eiweißflocken ab und das Ghee wird goldfarben. Erst dann ist es fertig. Ein gutes Zeichen: Es duftet leicht nussig. Bewahre es immer trocken auf – kein nasser Löffel ins Glas, sonst schimmelt es. In einem sauberen Glas bei Zimmertemperatur hält es sich monatelang.
Was du mit selbstgemachtem Ghee erleben wirst
Wer einmal selbst Ghee hergestellt hat, versteht sofort den Unterschied zu industriell produzierten Fetten – nicht nur im Geschmack, sondern auch in der Wirkung:
- Verbesserte Verträglichkeit von Mahlzeiten (besonders bei Hülsenfrüchten).
- Ein stabileres Verdauungsgefühl und weniger Übersäuerung.
- Mehr geistige Klarheit und emotionale Ruhe nach dem Essen.
- Ein bewussteres Kochen – Ghee verändert die Beziehung zur eigenen Küche.
Wichtig: Die Wirkung entfaltet sich am besten bei regelmäßigem Einsatz in einer bewussten, konstitutionsgerechten Ernährung.
Dein nächster Schritt mit Ayurveda
Ghee selbst herzustellen ist ein wunderbarer erster Schritt. Vielleicht tauchen dabei aber auch tiefere Fragen auf: Was genau braucht mein Körper? Welche Ernährung unterstützt meine Verdauung individuell?
- Grundlagen der ayurvedischen Ernährung verstehen
- Lernen, was zu deinem Dosha-Typ passt
- 30-minütige ayurvedische Beratung buchen
Ayurveda wirkt am besten als ganzheitliches System – nicht nur als einzelnes Rezept.
Häufige Fragen (FAQ) zu Ghee
Ist Ghee wirklich laktosefrei – kann ich es auch bei Laktoseintoleranz verwenden?
Mehr dazu erfährst du im Kurs Einblick in die Ayurvedische Ernährung.
