Kichari (Khichari, Kitchadi und andere Schreibweisen)
Warum dieses Ayurveda Rezept so besonders ist
Kichari gilt im Ayurveda als das Heilgericht schlechthin: Die Kombination aus Mung Dal und Basmati Reis ist gleichzeitig leicht verdaulich und hochnährend. Das Gewürz-Ensemble aus Kurkuma, Kreuzkümmel, Ingwer und Ghee wirkt direkt auf das Agni und bringt es nach einer Reinigungsphase behutsam wieder zum Leuchten.
Dieses Rezept eignet sich besonders für Dich, wenn du:
- dein Verdauungsfeuer (Agni) nach einer Detox- oder Fastenphase sanft aufbauen möchtest
- eine leichte, vollwertige Mahlzeit bei Verdauungsbeschwerden oder Erschöpfung suchst
- alle drei Doshas ausgleichen und die körpereigenen Selbstheilungskräfte aktivieren möchtest
- Ayurveda als therapeutisches Ernährungssystem kennenlernen willst.
In der ayurvedischen Medizin ist Kichari zentraler Bestandteil jeder Detox-Kur – als Aufbaunahrung nach der Reinigungsphase (z.B. während der Panca-Karma-Kur) und als Basisernährung bei Allergien und Unverträglichkeiten.
Ayurvedisches Rezept
In unserem Blog findest Du einen Beitrag mit weiteren Informationen zu diesem Rezept.

Khichari (Kitchadi und andere Schreibweisen)
Khichar ist ein sehr gesundes Reis-Mungbohnen-Gericht aus der ayurvedischen Küche, dassowohl zum Entschlacken als auch zum Abnehmen sehr geeignet ist. Das Gericht kann mit verschiedenen Gemüsesorten ergänzt werden. Die Zubereitung ist einfach und unkompliziert.
Zutaten
- 50 g Mung-Dal geschälte und halbierte Mungbohnen, gelb
- 50 g Basmati Reis
- 1 TL frischer Ingwer gerieben
- 1 EL Ghee
- ½ TL Kreuzkümmelsamen
- ½ TL Ajoweinsamen Königskümmel
- ½ Stück Zimtstange
- 1-2 Nelken Nelken
- ½ TL Kurkuma gemahlen
- ½ TL Garam Masala
- 1 Prise Asafoetida
- 1 Prise Steinsalz
- 1 EL EL frischer Koriander oder Petersilie
Zubereitung
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Reis und Mung Dal mischen und unter fließendem Wasser waschen, dann abtropfen lassen.
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Ghee in einem Topf erhitzen.
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Kreuzkümmel, Ajowein, Zimtstange und Nelken darin kurz anrösten, Hitze reduzieren.
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Kurkuma, Garam Masala hinzufügen.
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Die Reis-Dal-Mischung zur Gewürzmischung geben, kurz umrühren und mit 300 ml Wasser aufgießen und zum Kochen bringen.
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Im geschlossenen Topf ca. 15 – 20 Minuten köcheln lassen – bis Reis und Linsen weich sind. Gegebenenfalls noch etwas Wasser hinzufügen, bis die Konsistenz cremig ist.
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Das Gericht mit Salz abschmecken und frische Kräuter darüber geben.
Variationen:
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Das Gericht kann auch zusätzlich mit Gemüse zubereitet werden.
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Wahlweise klein geschnittene Karotten, Kartoffeln, Pastinaken, Petersilienwurzel, Fenchel, Kürbis, oder Sellerie mit den Gewürzen anrösten und mit der Reis-Dal-Mischung mitkochen.
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Frischer kleingeschnittener Spinat kann kurz vor Ende der Kochzeit untergerührt werden.
Rezept Anmerkungen
Kichari bietet ein vollständiges Aminosäurenprofil und ist die ultimative Schonkost. Die Kombination aus Mung-Dal und Gewürzen sorgt dafür, dass die Proteine ohne Blähungen aufgenommen werden und das Gewebe genährt wird.
Khichari ist eine leicht verdauliche und basische Speise aus Reis mit Hülsenfrüchten und Gemüse. Das Gericht ist wohlschmeckend und durch die entlastende und damit Agni-stärkenden Wirkung in jeder Detox-Kur enthalten. Die Doshas werden balanciert und die körpereigenen Selbstheilungskräfte mobilisiert. Khichari dient der Entgiftung, Entsäuerung, als Aufbaunahrung nach Erkrankungen sowie als Basisernährung bei Allergien und Unverträglichkeiten.
Mehr zum Thema Heilfasten und Detox mit Ayurveda – mit Ayurveda Rezept Khichari.
Khichari findest Du als Bestandteil der Detox-Kur-Woche.
Mehr Informationen bei Verdauungsbeschwerden finden Sie hier.
Praktischer Tipp
Das Ghee nicht weglassen – es ist kein Fett, es ist Medizin. Viele, die Kichari zum ersten Mal kochen, reduzieren das Ghee aus Gewohnheit. Das ist aus ayurvedischer Sicht ein Fehler: Ghee ist die wichtigste Trägersubstanz im Gericht. Es transportiert die Heilwirkstoffe der Gewürze in die Zellen, unterstützt die Schleimhäute des Darms und macht das Gericht erst wirklich nährend. Für eine Detox-Phase darfst du ruhig 1–2 TL Ghee verwenden. Stelle dein Ghee aus Butter selbst her, es ist einfach und lohnt sich.
Was du nach dem Kichari spüren kannst
Kichari ist eines jener Gerichte, bei dem du den Effekt schon während des Essens spürst: eine Wärme, die sich vom Bauch aus ausbreitet, ein Gefühl von Sattheit ohne Schwere.
Viele Menschen berichten nach einigen Tagen:
- ein spürbares Nachlassen von Völlegefühl und Blähungen
- eine ruhige, stabile Sattheit ohne Schwere nach dem Essen
- besseren Schlaf und weniger Gedankenkarussell
- neue Leichtigkeit und Klarheit – besonders nach einer Detox-Phase
Wichtig: Die Wirkung entfaltet sich am besten, wenn Kichari regelmäßig und eingebettet in eine strukturierte Detox-Kur oder regelmäßigen Entlastungstagen eingesetzt wird – nicht als einmalige Mahlzeit.
Dein nächster Schritt mit Ayurveda
Kichari ist der Schlüssel – aber ein Schlüssel braucht ein Schloss. Dieses Gericht entfaltet seine volle Wirkung eingebettet in eine strukturierte Detox-Kur: mit dem richtigen Timing, ergänzenden Ritualen und einem klaren Kur-Plan.
Wenn du tiefer einsteigen möchtest, kannst du:
- die Grundlagen der ayurvedischen Ernährung verstehen
- lernen, was zu deinem Dosha-Typ passt
- gezielte Programme zur Unterstützung von Detox und Gewichtsreduktion nutzen
Ayurveda wirkt am besten als ganzheitliches System – nicht nur als einzelnes Rezept.
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FAQ Häufige Fragen zu Kichari
1. Kann ich Kichari jeden Tag essen – oder ist das zu eintönig?
Im Ayurveda wird Kichari bewusst als Mono-Diät für mehrere Tage am Stück eingesetzt – genau das ist ein Teil seiner therapeutischen Wirkung. Durch die Variationen mit Gemüse (Karotten, Kürbis, Spinat, Fenchel usw.) und leicht variierenden Gewürzen bleibt es abwechslungsreich genug für 3–7 Tage Kur. Im Alltag außerhalb einer Detox-Phase empfiehlt sich 1-2 Mal pro Woche als leichtes Mittag- oder Abendessen.
2. Was ist der Unterschied zwischen gelbem Mung Dal und grünen Mungbohnen?
Für Kichari werden meistens die gelben, geschälten und halbierten Mungbohnen (Mung Dal) verwendet – seltener die grünen ganzen Bohnen. Der Grund: Die geschälten Bohnen sind deutlich leichter verdaulich, bilden weniger Blähungen und lassen sich in viel kürzerer Zeit cremig einkochen. Grüne Mungbohnen werden über Nacht eingeweicht und mindestens 1 h geköchelt, bis sie weich sind.
3. Ist Kichari auch für Menschen mit Verdauungsproblemen geeignet?
Ja – Kichari ist geradezu ideal bei Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Reizdarm, Sodbrennen oder träger Verdauung. Die basische, leicht verdauliche Kombination aus Reis und Dal entlastet den Darm, während die Gewürze (besonders Ingwer, Kurkuma und Kreuzkümmel) entzündungshemmend und regulierend wirken. Bei akuten Beschwerden sollte die Gemüse-Variation weggelassen und das Gericht sehr weich und suppig gekocht werden.
4. Kann ich Kichari auch ohne Detox-Kur kochen – einfach als Alltagsgericht?
Absolut. Kichari ist kein reines “Kur-Gericht”, sondern eine vollwertige, nahrhafte Mahlzeit für jeden Tag. Im Ayurveda gilt es als ideales Abendessen: leicht, warm, sättigend und gut verträglich – perfekt, wenn der Körper abends zur Ruhe kommen soll. Auch als schnelles Mittags-Gericht nach einem stressigen Vormittag bringt Kichari in 25 Minuten Erdung, Wärme und Sättigung auf den Tisch.

Danke. immer wieder gut. Wie kann ich das in die Kur und Ernährungsumstellung einbinden?
Ein Khichari ist schnell und leicht zubereitet werden und kann mit den Gemüsen der Saison abwechslungsreich zubereitet werden. Es ist bestens als Mittag- oder Abendessen geeignet und dient der Entlastung des Stoffwechsels und damit der Stärkung der Stoffwechselkraft (Agni). Herzliche Grüße, Gabriele.